Koexistenzphase zwischen Instandsetzungs-Richtlinie und DIN EN 1504

Die Koexistenzphase zwischen Instandsetzungs-Richtlinie und DIN EN 1504 ist zum Ende 2009 ausgelaufen. Das heißt aber nicht, dass es die Instandsetzungs-Richtlinie nicht mehr gibt, sondern nur, dass der Teil 4 der Richtlinie, die Stoffe betreffend, durch die 1504 ersetzt wurde. Nachdem die Forderungen der 1504 aber nicht den deutschen Sicherheitsansprüchen genügen, wurden die deutschen Vorstellungen in Ergänzungsnorm formuliert. Solche gibt es für Oberflächenschutzsysteme und Rissverfüllungen. Die im Entwurf fertigen Ergänzungsnormen für Mörtel und Korrosionsschutz wurden auf Veranlassung der Stofflieferanten, die aber an der Erarbeitung wesentlich mitgewirkt hatten, nicht verabschiedet, so dass es eigentlich Unsicherheiten für die Planer und Verarbeiter dieser Materialien geben müsste. Zum Glück ist dem nicht so. Die meisten bauaufsichtlichen Prüfzeugnisse gelten weiter, und auch die Fremdüberwachungen dieser Stoffe wer-den weiter durchgeführt. Insofern besteht Planungs- und Ausführungssicherheit, sofern die Stoffe

•    neu mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet sind,

•    die a b P die betreffenden Stoffe beinhalten und

•    die Fremdüberwachung weiterhin erfolgt, was an den Übereinstimmungszeichen der fremd-überwachenden Stelle auf dem Gebinde ersichtlich ist.

Neuigkeiten gibt es aus dem Bereich der Instandsetzungs-Richtlinie. Sie wird derzeit überarbeitet. Der Teil 1 beinhaltet die Planung, der Teil 2 die Baustoffe und der Teil 3 die Ausführung.

In allen Teilen arbeiten Vertreter der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken mit. Ziel ist es, einen Rohentwurf fertig zu stellen, so dass er dann in den Fachkreisen beraten werden kann. Dies wird aber voraussichtlich nicht vor Ende 2011 sein.

 

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